Schatzsuche von Mittelerde - Schattenklingen

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Schatzsuche von Mittelerde

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Die Schattenklingen waren auch bei dem Rollenspiel-Event "Schatzsuche in Mittelerde" vertreten. Wir haben dabei den zweiten Platz gemacht und gewannen 5.000 Goldmünzen.


Die Schatzsucher der Schattenklingen

Im Rahmen der Schatzsuche mussten wir die Strophen des Gedichts "Reiter von Belerion" finden und in die richtige Reihenfolge bringen.

Hier das vollständige Gedicht:

1. Strophe

"Balerion der Weiße mit dem Schreckensgesicht,
verzehrt sich nach Gold, so beginnt die Geschicht‘
Einst geflohen aus des Krieges Zorn,
begann die Zerstörung bei den Elben von vorn.
Das weiße Unglück brach von Norden herein,
und die Not im Wald sollte fürchterlich sein.
Zuletzt bestachen sie ihn mit funkelnden Schatz,
doch räumte Balerion selbst dann nicht den Platz.
So wütete er, das Leid im Reich war groß,
doch versetzte ein Elb ihm einen blutigen Stoß.
So verschlang der Weiße den Schatz in großer Hast,
und flog bald in den Süden ohne Rast.
Die Elben waren ihm dicht auf der Spur,
denn sie leisteten ihrem König den letzten Schwur,
zu töten die Bestie vergangener Zeiten,
so mussten sie ihm folgen und nach Süden reiten.
In der Nacht lauerte Balerion der Weiße auf sie,
und zwang sie alle vom Pferd auf die Knie,
einer nach dem anderen starb unter großem Geschrei,
als wäre es Morgoths verbotene Zauberei,
doch überlebte ein Elb mit Mühe und Glück,
und kehrte zum Licht des Tages zurück.

Refrain:

Die Reiter von Balerion sind lange schon tot,
doch gib Acht, denn mit weiser Bedacht,
wirst du mit ihrem Schatz reich belohnt,
denn ein Geheimnis ihrem Grabe innewohnt,
als bald in die richtige Reihenfolge gebracht,
ist auch das letzte ihrer Rätsel vollbracht,
doch kommt ein Nachforschen nicht in Betracht,
denn höre auf das erste Gebot,
die Reiter von Balerion sind lange schon tot.

2. Strophe:

Der tapferste Reiter war edel und alt,
entstammte der Königsgarde vom Wald,
den man nur als Taur-en-Ndaedelos kennt,
doch der erste Reiter bei seinem echten Namen nennt,
auf der Suche nach Balerion,
entkommen aus den Flammen und sich windend vor Graus,
erreichte er die steinigen Stufen eines heimgesuchten Gasthaus,
noch heute trauern die Elben dort um ihn.
Doch traf der älteste Reiter in jener Nacht,
auf den stärksten der Reiter in stählerner Pracht,
gemeinsam schritten sie hinaus in die Schlacht,
und in dieser bedeutsamen, sternenklaren Wacht,
wurde in beiden der Funke der Freundschaft entfacht.
Zusammen wurden sie für ihren Sieg reich belohnt,
und blickten auf schwarzen Steinen hinauf,
zur wolkenverhangenen Sichel des Monds.
Von jenem Tage bis zur letzten Stund,
verblieb ihnen dieser freundschaftliche Bund.

Refrain

3. Strophe

Der jüngste der Reiter wuchs auf ohne Sorgen,
seine Ahnen waren Forodwaith tief oben im Norden,
in einer kalten und mondlosen Nacht,
kam Balerion zu ihnen mit grausamer Macht.
Auf der Jagd nach wildem Getier,
standen die zwei Reiter dort plötzlich Spalier,
und gaben an ihrer Gasse vorbei,
den Blick auf Balerion, den Weißen, frei.
Als die drei eine Weile dort standen,
schlossen sie sich zu Reitern zusammen.
gemeinsam erklommen sie die hohen Hügel
und blickten herab auf mächtige Flügel,
so warteten die Reiter bis Balerion schlief,
und sahen, wie das Blut aus seinen Wunden trief.

Refrain

4. Strophe

Die Reiter von Balerion sprangen hinab,
auf dass jener schrie und sie nur knapp,
mit seinem Feueratem verfehlte.
Doch während sich die geflügelte Bestie quälte,
abzuschütteln die drei Freunde,
stachen und hieben diese auf ihn ein,
so rangen sie mit Balerion bis zum Morgenschein,
in seiner Not stieg der Drache hinauf mit schnellen Schwingen,
doch tief drangen dabei der Reiter gemeinsame Klingen,
bis Balerion schließlich stürzte und ganz nah,
in der Ödnis verendete, im fernen Lansi-Ma.
Zufrieden stiegen die Reiter von der Bestie,
und blickten auf zu den leuchtenden Sternen.
Von dieser Nacht bis zu ihrem letzten Tag,
lebten sie vom geschmolzenen Goldbetrag,
der sich tief in Balerions Leichnam verbarg.

Refrain

5. Strophe

Der stärkste der Reiter war kühn und frei,
und griff für sein Volk, die Zweitgeborenen, Partei.
Mit dem Zeichen Nimloths auf seiner Brust,
erlitt so manches Heerlager großen Verlust.
Von Ost nach West besingen die Elben keine Taten,
und haben dabei nie seinen Namen verraten,
nur dies ist bekannt und Teil der Geschicht‘,
sein Reichtum umfasste Balerions Gewicht.
Doch schürt Besitz auch Neid und Hass,
sodass, Verrat zu einem schlimmen Ende führte,
denn der Mörder besaß keine Moral,
als er die Schätze der Reiter Balerions stahl,
und sich als treuer Berater Arveduis empfahl.

Refrain

6. Strophe

Einst lebten drei Freunde, verschworen und versteckt,
doch bereuten sie bald, dass einer sie geweckt.
Heimlich und leise, ganz still in der Nacht,
hat dieser den Jüngsten umgebracht.
Der andere Reiter schlief derweil ganz fest,
ihn traf ein schlimmeres Ende als die Pest.
Denn zuvor am Abend bei Hirsch und Kerzenschein,
mischte ein Reiter ihm Schlafpulver in den Wein,
und als die drei scherzten und lachten dabei,
riss jener das Band der Freundschaft entzwei.
Und wie der Letzte tief schlief und träumte so fest,
schlich der Mörder zu ihm, und gab diesem den Rest.
Und die Betten und Dielen färbten sich rot,
denn zwei der Reiter waren nun tot."

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7. Strophe (Ende der Geschichte)

„Einst lebten drei Freunde und fest war ihr Bund,
bis einer ihn zerriss in finsterer Stund, doch liegt der wahre Grund,
im Geiste Balerions begraben, den die drei gemeinsam einst haben erschlagen.
Wahre Freundschaft ist weltlichem Besitz erhaben,
deshalb werden wir dem Stärksten nicht die Treue versagen,
und nehmen von ihm die fürchterliche Strafe.
Fortan gehen wir gemeinsam den letzten Weg
ohne Reue und Schande,
denn Freundschaft knüpft die tiefsten Bande.
Ab heute tragen die Rosen nicht mehr nur rot,
denn die drei Reiter Balerions sind wieder vereint im Tod.“

Mit den richtigen Schlüsselwörtern aus diesem Gedicht konnten wir dann eine Spruchkiste öffnen. Hier der Inhalt dieser Kiste:

Der Brief von Arantha aus Gondor, Ehefrau von Valandior:

"Große Worte können nicht vergelten, was euch angetan wurde, doch große Worte sind es auch,
die das Schicksal meines Mannes, das meinige und auch das unserer Kinder bestimmen. Mein Mann ist viel zu stolz und stur, euch diese Zeilen zu schreiben und ich kann das Unrecht, das euch widerfuhr mit keinen kraftvollen Worten zurücknehmen. Doch wisset dies über Valandior, dem Vater und Ehemann aus Gondor. Kein Tag vergeht, an dem er nicht euren Namen ruft, leise zu euren Sternen spricht und an die schönen Stunden erinnert, die ihr drei zusammen in Freundschaft und Zuneigung für einander teiltet. Oft verblassen diese schönen Gedanken und stehen hinter anderen zurück. Aber ich möchte nicht um Vergebung für meinen Mann oder mich ersuchen, euch aber sagen, was er euch nicht zu sagen vermag, sei es aus Scham, Verbitterung oder Stolz. Mein Mann sieht die Gesichter seiner Gefährten in jedem Wesen, das ihm begegnet, er hört die Stimmen seiner Reiter in jenen Worten, die an gerichtet werden. Und er weint, nachts und allein, wenn alle im Haus schlafen. Dann schleicht er langsam durch die weiten Flure und fleht die Wände um Vergebung an, als könnten sie ihn erhören. Doch er bittet nicht um Erlösung für sich, sondern für seine Kinder und Enkelkinder. Und stets spricht er von euch und eurer Warnung, das Drachengold, ganz gleich woher es stammt, könne die Gedanken der Edelsten und Tapfersten vergiften und großen Schaden anrichten.
Ich schreibe euch dies, um euch zu sagen, dass sich mein Mann heute von mir und seinen Kindern vor dem Ablegen verabschiedet hat und keine Hoffnung auf ein anderes Leben, das ihm nie vergönnt war, mehr in sich trägt. Er erzählte mir noch gestern von allen Dingen, die er nach seinem schrecklichen Verbrechen an euch, getan. Von der Stiftung einer Bibliothek in Dol Amroth, mit großem Wissen über die vergangenen Zeitalter, eine Bibliothek, die nach ihrer Fertigstellung zu Staub zerfiel und Wissen und Menschen mit sich begrub. Er erzählte mir, wie Großkönig Arvedui auf ihn hörte, den Thron Gondors für sich zu beanspruchen und ihm dieser am Hofe der Zitadelle versagt wurde. Mein Mann war auch in der großen Schlacht von Fornost an der Seite Arveduis, als die Heere Angmars über das letzte Bollwerk hereinbrachen, eine Schlacht, die nie hätte verloren werden können. Doch nie zuvor wurde mein Mann im Felde so vernichtend geschlagen und mit ihm das Königreich Arthedain. Er erzählte mir, wie Arvedui völlig an seinen Lippen hing, ihm blind vertraute und dass er es nun bereut, den König und seine Familie soweit in Gefahr gebracht zu haben. Doch hegte er eine letzte Hoffnung, denn er schrieb dem großen Elbenfürsten Círdan, dem König aller Schiffsbauer, denn seine Schiffe wären noch nie gesunken und sollen uns aus dem eisigen Norden der Forodwaith in Sicherheit bringen. Doch nahm Valandior mich heute Morgen zur Seite und gebot mir, mit den Kindern hier an Land zu warten, bis sein Schiff sicher die Eisbucht passiere. Zum Abschied flüsterte er mir ins Ohr, er hätte euch vor dem Eintreffen des Schiffes auf den Klippen gesehen und wisse nun, dass seine Zeit gekommen sei. Er tätschelte seinen Kindern ein letztes Mal den Kopf, drückte sie ganz fest und hatte sich kaum im Griff, denn zitternd und mit glasigen Augen schob er sie zurück in meine Arme und nickte mir nur zu, um es mir und sich nicht noch schwerer zu machen. Ich kann nicht in Worte fassen, wie schwer die Bürde meines Mannes auf ihm lastete, für das, was er euch angetan. Aber niemals sollte eine Mutter mit ihren Kindern sich so von ihrem Ehemann und deren Vater verabschieden müssen, um mit an sehen zu müssen, was in den nächsten Augenblicken geschah. Denn als Círdans Schiff ablegte und die schützende Küste verließ, zog ein mächtiger Schneesturm herauf und die zuvor ruhige und klare See verwandelte sich abrupt in ein tosendes, schwarzes Gewässer, das keine Rettung vom Ufer aus zu ließ. Alle Passagiere an Bord ertranken oder starben an bitterer Kälte im Eiswasser, und der Wind heulte so laut, dass keine Stimmen der Sterbenden zu uns drangen, wir, die fassungslos und regungslos abseits des grausamen Schauspiels am Küstenstreifen standen, wie von fremden Mächten betäubt, unfähig einzugreifen und zu helfen. Ich schreibe ich dies, um euch zu sagen, dass heute Valandior, Heermeister Gondors, Berater König Arveduis, aber vor allem geliebter Ehemann und liebender Vater, in Forochel verstarb. Und bei diesen letzten Zeilen kann ich meine Tränen nicht zurückhalten, denn wisset nun, was seine letzten Worte an mich waren:

„Ich gehe nun von dir, geliebte Arantha,
am Ende unserer gemeinsamen Reise will ich dich um Vergebung bitten,
für das Schicksal, das ich dir durch meine
Liebe auferlegte. Doch hege ich keinen Groll gegen meinen Freund,
Valimaras, dem Elbenwächter vom großen Grünwald,
sondern freue mich, ihn vor meinem Scheiden,
noch einmal gesehen zu haben.
Kein Goldschatz dieser Welt kann den Wert
einer guten Freundschaft aufwiegen,
das weiß ich nun und bin dankbar
für die vielen schönen und glücklichen
Stunden, die uns selbst meine Gier,
nicht zu nehmen vermag.
Und doch frage ich dich, Arantha,
vergibst du mir meine Fehler?
Wie wirst du meiner gedenken?
War ich ein guter Mensch?“

Dies antwortete ich meinem Mann, als ich ihn fest an mich drückte und ihn nicht ziehen lassen wollte:

„Ganz gleich, was der Geist des Drachen
deinen Gedanken in den dunkelsten Stunden angetan haben mag,
ich hätte mir kein anderes Leben
vorstellen können, ohne dich an meiner Seite zu wissen,
ich werde mich immer
in Liebe an den Familienvater und Mann
Valandior erinnern, der für uns sorgte,
und stets versuchte, das Richtige zu tun.
Niemals hast du den Schatz deiner Freunde
für eigene Zwecke verprasst, sondern
ihn eingesetzt, um Gutes damit zu wirken.
Wenn du mich also fragst,
ob ich dir deine Fehler vergeben mag,
so sage ich dir, du hast keine
Fehler begangen, sondern wurdest
zu hart dafür bestraft, dass deine Seele
für einen kurzen Moment von der dunklen
Macht Balerions ergriffen wurde.
Gehe nun zu deinen Freunden,
in deren Gesellschaft du dich
nun nicht mehr zu schämen brauchst.“

Wenn ein Menschenleben nicht ausreicht, um die Tat meines Mannes zu sühnen, so
gebt meinen Nachfahren in zukünftigen Zeitaltern ein Zeichen, dass ihr die Strafe von unserer Familie genommen habt.

Gezeichnet,
Arantha, geliebte Ehefrau eures Freundes Valandior.

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Aufzeichnung von Arvedui:

"Dies sind die Aufzeichnungen König Arveduis, Sohn des Araphants, vierundzwanzigster Nachfahre des Großkönigs Elendis und fünfzehnter hoher König von Arthedain.
Wir schreiben das Jahr 1975 Drittes Zeitalter, zehntes Regierungsjahr unserer Herrschaft.
Nachdem Fornost nun an den verhassten Fein gefallen ist, geschliffen und unsere Streitkräfte zerschlagen wurden, befahl Arvedui seinem Volk gen Süden zu flüchten, um selbst mit den wenigen Getreuen, in das karge Ödland der Forodwaith zu ziehen, um die gegnerischen Heere vom Flüchtlingstross abzulenken. Des Königs engster Vertrauter, Valandior, rettete für die Krone eine beträchtliche Goldsumme zusammen mit den sehenden Steinen aus der Stadt der Könige und dem Amon Sul. Mit diesen Gegenständen werden wir dem Feind entschlossener denn je entgegentreten können und ein riesiges Söldnerheer in Arthedain rekrutieren. Valandior hat ein Bündnis mit dem Elbenfürsten der Teleri geschlossen, die für ihre beeindruckende Schiffsbaukunst berüchtigt sind. Nicht lange und die Schiffe unserer neuen Freunde werden uns aus Forodwaith bringen, vorbei an den überraschten Feinden.“

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Also es war ein wirklich gelungenes Rollenspiel-Event und der Hauptinitiator Valimaro hat sich hier sehr viel Arbeit mit diesem Event gemacht. Hut ab, dass war wirklich eine sehr, sehr große Leistung.


Valimaro, der Organisator dieser Schatzsuche

Wir Schattenklingen bedanken uns, dass wir an diesem Event teilnehmen durften.

Und alle Rollenspieler da draußen, lasst Euch eins sagen:  Ihr habt echt was verpasst.


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